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Das Firmengeflecht der MIG-Fonds

Zwischenzeitlich gibt es 13 MIG-Fonds, an denen sich über 20.000 Anleger mit einer Kapitalanlage beteiligt haben. Aktuell wird der MIG-Fonds 15 aufgelegt.

Die Anlage erfolgt durch Zeichnung einer Beitrittserklärung, mit der sich die Anleger verpflichten, sich als Kommanditisten an einem der als Kommanditgesellschaften ausgestalteten MIG-Fonds zu beteiligen. Abhängig davon, welchen Vertrag die Anleger geschlossen haben, erfolgt die Einlagenzahlung entweder in einer Summe oder ist vom Anleger in monatlichen Raten zu erbringen.

Die Anleger beteiligen sich dabei mittelbar über die Treuhandgesellschaft MIG Beteiligungstreuhand GmbH. Die Anlegerbetreuung erfolgt durch die FintexConsulting GmbH.

Die MIG-Fonds 1 bis 6 wurden initiiert von dem Emissionshaus MIG Verwaltungs AG und die MIG-Fonds 7 bis 13 und 15 von der HMW Emissionshaus AG.

Der Exklusivvertrieb der MIG-Fonds erfolgt durch die HMW Innovations AG, die bis vor kurzem noch als Alfred Wieder AG (AWAG) firmierte.

Die GA Global Asset Fund GmH & Co. KG (GAF) und die GC Global Chance Fund GmbH & Co. KG (GCF) gelten als „Vorgängerfonds“ der MIG-Fonds.

Bei den MIG-Fonds ebenso wie ihren Vorgängerfonds GAF und GCF handelt es sich um Blind-Pools, da diese Fondsunternehmen im Rahmen der Prospektierung nicht erklären, in welche konkreten Anlageobjekte sie beabsichtigen zu investieren. Laut Prospektierung wird vielmehr lediglich angekündigt, dass eine Vermögensanlage in Private-Equity- und Venture-Capital-Investitionen beabsichtigt sei. Dies solle durch Erwerb von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen erfolgen.

Mehrere der MIG-Fonds und deren Vorgängerfonds GAF und GCF haben sich teils erheblich finanziell engagiert bei der Isarna Therapeutics GmbH, die zuvor noch als Antisense Pharma GmbH firmierte. Dies bedeutet, große Summen des von den Fonds eingeworbenen Anlegerkapitals wurden investiert in die Isarna Therapeutics GmbH.

Diese Gesellschaft aber weist in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012, dort in der Bilanz, ein negatives Eigenkapital („nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“) in Höhe von 5,02 Millionen Euro aus. Damit schließt die Isarna Therapeutics GmbH bereits zwei Geschäftsjahre in Folge mit einem negativen Eigenkapital ab.

Diese Entwicklung ist aus Sicht der Fondsanleger sehr unerfreulich.

Die Bremer Anlegerkanzlei Sommerberg LLP vertritt Kapitalanleger deutschlandweit in Schadensersatzverfahren. Ihr Ansprechpartner für MIG-Fonds: Rechtsanwalt Thomas Diler, Telefon: 0421 3016790, thomas.diler@sommerberg-llp.de

 

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